Strahlend weisse Zähne

Jetzt mit neuer Technik.
Die neuen Bleaching-Methoden sind für die Zähne sehr sicher.

   
Lorenza Dahm

Interview mit Dr. med. dent. Lorenza Dahm, Inhaberin der Praxis ZZG Zahnärzte Zürich Gartenstrasse, über den Wunsch der späten Jahre nach schöneren Zähnen und korrekter Zahnstellung.

Interview im Tagesanzeiger vom 2008
mit Frau Dr. med. dent Lorenza Dahm

Interview: Christine Walder

   

Wieso verfärben sich Zähne?
Zähne verfärben sich wegen äusseren und inneren Ursachen. Zu den äusseren Ursachen gehören färbende Stoffe aus Nahrungs- und Genussmitteln wie Nikotin oder Gerbstoffe aus Kaffee, Tee und Rotwein welche sich auf der Zahnoberfläche ablagern. Interne Verfärbungen entstehen als Folge von Mineralisationsstörungen, medikamentösen Behandlungen, Zahnverletzungen, Fluorose und vom natürlichen Alterungsprozess der Zähne.

Was kann man gegen verfärbte Zähne tun?
Man kann die Zähne «Bleachen», also bleichen, lassen. Es gibt zwei verschiedene Bleaching-Verfahren: Beim katalytischen Bleaching, auch In-Office- Methode genannt, führt der Zahnarzt nach dem Aufbringen des Bleichmittels Energie in Form von Wärme beziehungsweis Licht auf die Zähne. Diese Energie bewirkt eine schnelle Reaktion der Bleachings-Substanzen und führt so zu einer Farbaufhellung binnen weniger Minuten. Durch einen chemischen Reaktionsmechanismus werden Pigmente im Zahn entfärbt, wodurch der Zahn insgesamt um mehrere Farbstufen aufgehellt werden kann. Beim nicht katalytischen Verfahren, wie dem Home-Bleaching, wird keine Energie zugeführt. Das Bleichgel muss unter einer Schiene lange auf den Zähnen bleiben, bis es wirkt. Ausserdem kann bei dieser Methode nicht immer die gleiche Farbaufhellung wie beim In-Office-Bleaching erzielt werden.

Sind mit dem Bleaching Gefahren verbunden?
Die modernen Bleaching -Methoden sind für die Zähne sehr sicher. Gewisse Vorsichtsmassnahmen sind aber trotzdem zu beachten. Der Kontakt des Bleaching-Produktes mit dem Zahnfleisch sollte verhindert werden, denn es könnte zu Reizungen führen. Zudem enthalten mehrere Produkte aus der Drogerie oder Apotheke keine richtigen bleichenden Substanzen, sondern nur eine Art Deckweiss. Dieses lässt die Zähne nur kurzfristig heller erscheinen. Noch schlimmer ist es, wenn diese selbst gekauften Mittel abrasive Scheuermittel enthalten. Durch deren aggressive Abriebkräfte wird die Zahnoberfläche angegriffen und durch Mikrorauigkeit zerkratzt. Der kurzzeitige Effekt des Aufhellens wird durch sehr rasches Nachdunkeln getrübt. Dadurch können sich die Zähne noch stärker verfärben, als es vorher der Fall war. Aus diesem Grund empfehle ich eher das kontrollierte Office Bleaching.

Auf was muss nach dem Bleaching geachtet werden?
Gleich nach dem Bleaching sollte man die Zähne gründlich fluoridieren, um die oberflächliche Zahnrauigkeit zu beheben und die Zahnempfindlichkeit zu reduzieren. Zudem sollte man während einiger Stunden nichts essen und keine Getränke konsumieren, die Farbmittel enthalten. Vor allem Rotwein, Kaffee, Tee und Frucht- und Gemüsesäfte sollten vermieden werden. Auch das Zähneputzen sollte während mehrerer Stunden vermieden werden.

Wie lange hält ein Bleaching?
Die Haltbarkeit vom Bleaching hängt vom verwendeten Verfahren und von den individuellen Lebensgewohnheiten ab. Während das langwierigere Home- Bleaching manchmal nur sechs Monate anhält, kann der Erfolg des professionellen Office Bleaching bis zu sieben Jahre sichtbar bleiben.

Welche Alternativen zum Bleaching gibt es?
Zähne, die viele alte Füllungen oder eine unschöne Zahnform und –Stellung haben, können nicht mit dem Bleaching-Verfahren allein perfektioniert werden. In solchen Fällen kann man mit Keramik Verblendfacetten, sogenannten « Veneers» hervorragende Resultate erreichen. Mit Veneers kann man, auf minimalinvasive Art, eine dauerhafte Veränderung der Zahnfarbe, -Form und –Stellung erzielen. Veneers können für eine kosmetische Verbesserung gesunder Zähne aber auch für Neurekonstruktionen mässig erkrankter Zähne im sichtbaren Bereich eingesetzt werden. Mit der Kombination von Bleaching und Veneers kann man ein optimales Ergebnis erreichen.

Wie funktionieren Veneers?
Das Verfahren beinhaltet zunächst eine diagnostische Aufstellung der neuen Zahnform- und –Stellung in Wachs auf einem Gipsmodell des Patientengebisses. Dort können die persönlichen Wünsche besprochen werden, um eine Vorstellung des Endergebnisses zu erhalten. Erst wenn der Patient mit der Zahnform und –Stellung zufrieden ist, beschleift der Zahnarzt leicht die Frontseite der Zähne. Nach dem Abdruck fertigt der Zahntechniker die Facetten an, die am Ende auf die beschliffene Zahnoberfläche geklebt werden.

Wie gross ist der Preisunterschied zwischen Bleaching und Veneers?
Produkte für das Home-Bleaching sind bereits ab 20 Franken erhältlich. In den Praxen zahlt man zwischen 200 und 1'000 Franken für eine Sitzung. Die Kosten für ein Veneer varieren je nach Behandlungsaufwand zwischen 1 200 und 1 500 Franken zuzüglich den Labor -Kosten.

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