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Kaum ein Mensch hat die perfekte Zahnstellung und
von Natur aus strahlend weisse Zähne. Möchte
man in seine Schönheit investieren, gehören
gesunde, schöne Zähne dazu. Mit
den richtigen Methoden, kann heute jeder zu einem «Zahnpasta-Lächeln»
kommen.
Interview mit Dr.
med. dent. Lorenza Dahm, Inhaberin
der Praxis ZZG Zahnärzte Zürich Gartenstrasse, über
den Wunsch der späten Jahre nach schöneren
Zähnen und korrekter Zahnstellung.
Interview im Tagesanzeiger vom 2008
mit Frau
Dr. med. dent Lorenza Dahm
Interview: Christine Walder
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Wie komme ich zu
einer perfekten Zahnstellung und einem schönen Lächeln?
Heutzutage bietet die
Zahnmedizin mehrere verschiedene
Möglichkeiten an, um zu einem perfekten
und harmonischen Lächeln zu kommen.
Zahnstellung, Zahnfarbe und – form sowie auch der Zahnfleischverlauf
können, falls gewünscht oder notwendig,
problemlos verändert werden. Jede Situation muss allerdings individuell
beurteilt und geplant werden, da die verschiedenen Techniken sehr gezielt und
mannigfaltig angewendet werden können.
Wie kann man die Zahnfarbe und
die Zahnform verändern?
Um die Zahnfarbe zu
verbessern kann bei einem sonst
schon perfekten Gebiss nur ein „Bleeching“ genügen. Falls aber
auch die Zahnform und die Zahnstellung unbefriedigend sind, muss man auch andere
Verfahren zu Hilfe nehmen. Bei kleinen Zahnfehlstellungen kann man die Zahnform
und Farbe mittels Keramikfacetten
(sog. „Veneers“) korrigieren. Bei diesem Verfahren beschleift man
nur eine sehr
kleine Fläche auf der Aussenseite und auf der Inzisalkante (Schneidekante)
der
Frontzähne. Auf dem verbleibenden Zahn wird dann die Laborgefertigte neu
geformte und farblich abgestimmte Keramikfacette geklebt. Das Resultat ist absolut
perfekt, farblich harmonisch und
unsichtbar. Bei stark zerstörten Zähnen ist allerdings eine Rekonstruktion
mit
Kronen unvermeidbar. Heutzutage sind
Kronen aus Vollkeramik verfügbar, welche
perfekte Resultate garantieren.
Sind Keramikrekonstruktionen nur
im Frontzahnbereich anwendbar?
Nein, ganz und gar
nicht. Die Materialkunde hat in den
letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Heute kann man sogar grössere
Brückenrekonstruktionen metallfrei herstellen. Vollkeramische Rekonstruktionen
gehören heute zum Alltag. Dort wo
früher Metall-gerüste verwendet werden mussten, kann heute oft auch
auf
Wunsch, mit Zirkongerüsten gearbeitet
werden.
Was für Blaeching Verfahren
können Zahnärzte bieten?
Grundsätzlich kann
man zwischen zwei verschiedenen
Verfahren wählen: das „Home Bleeching“ und das „Office
Bleeching“. Beim Home Bleeching werden nach einer Abdrucknahme individuelle
durchsichtige
Kunststoffschienen hergestellt, welche
als Träger für das Bleichmaterial dienen.
Die Tragzeit beträgt je nach Produkt zwischen 30 Minuten bis zu mehreren
Stunden pro Tag. Man muss mit durchschnittlich 15 bis 30 Applikationen rechnen.
Dieses Verfahren ist somit zeitintensiv. Das Office Bleeching ist dagegen ein
einmaliges Verfahren, welches professionell
durchgeführt werden muss und zwischen zwei bis drei Stunden Zeit braucht.
Das Resultat ist eine gleichmässigere
Farbe der Zähne als beim Home
Bleeching und hält je nach Essgewohnheiten
circa fünf bis sieben Jahre.
Eine vorübergehende Zahnempfindlichkeit kann bei jedem Verfahren auftreten
aber verschwindet in der Regel spätestens nach 24 Stunden. Der Zahnarzt
informiert
immer den Patient über das korrekte Verhalten anschliessend zum Bleechingsverfahren,
damit auch für den
Schmelz kein Schaden entsteht.
Ist eine Zahnstellungskorrektur auch
bei Erwachsenen machbar?
Zahnstellungskorrekturen
sind grundsätzlich das ganze Leben lang machbar. Viele Erwachsenen scheuen
das Tragen der klassischen « Brackets» (Apparaturen oder «Gartenhag » ),
da diese von der Umwelt als unästhetisch wahrgenommen werden. Heute stehen
aber auch hier neue Verfahren zur
Verfügung, welche Zahnstellungskorrekturen erlauben ohne dass man auf das
Lachen verzichten muss. Unsichtbare Apparaturen werden immer mehr verlangt und
darum auch angewendet.
Wie sehen denn diese unsichtbaren
Apparaturen aus?
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, welche in verschiedenen Situationen
angewendet werden können.
Eine mögliche Lösung sieht die Fixierung der klassischen Metall-Brackets
auf der Innenseite der Zahnreihe vor. Von aussen sieht man dann absolut nichts.
Es braucht allerdings einige Zeit, bis sich die Zunge an das kleinere Platzangebot
auf der Gaumeninnenseite gewöhnt. Das Essen und Reden kann am Anfang etwas
schwierig erscheinen. Nach eine bis zwei Wochen kann man allerdings meistens
wieder normal sprechen und essen.
Die zweite Möglichkeit ist das Tragen
von durchsichtigen Schienen, sogenannte „ Invisalign“. Diese dünnen
Kunsthoffschienen werden immer getragen, ausser beim Essen. Jede zweite Woche
werden sie mit einem neuen Schienenset ersetzt. Jede neue Schiene hat eine leicht
andere Form. Auf diese Weise
werden die Zähne langsam in die neue,
gewünschte Zahnstellung geschoben.
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