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Kein Bohren, keine Spritzen, kein Schmerz – für
schöne Zähne muss man nicht immer leiden. Für unpräparierte
Veneers legen sich viele Patienten freiwillig auf
den Zahnarzt-Stuhl. Wie und wann man die Blendschalen einsetzt,
erklärt Zahnmedizinerin
Lorenza Dahm aus Zürich.
Interview vom Juli 2010
mit Frau Dr. med. dent Lorenza Dahm
Interview: Nathalie Schoch |
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Was sind unpräparierte Veneers ?
Unpräparierten Veneers sind die reduzierte Version von Veneers.
Also hauchdünne,
lichtdurchlässige Verblendschalen aus Keramik, die auf die Frontzähne
aufgeklebt werden, um schönere Zähne zu erhalten.
Worin unterscheiden sich unpräparierten
Veneers von
den Veneers?
Bei den Veneers beschleift man den Zahn dort, wo es nötig ist. Unpräparierte
Veneers sind ergänzende Keramikplättchen, die geklebt
werden, ohne die Zahnsubstanz abzuschleifen.Nicht jede ästhetische
Korrektur kann mit unpräparierten Veneers erfolgen. Zum Beispiel
starke Verfärbungen
der Zähne lassen sich nicht mit
unpräparierten Veneers korrigieren, da die Plättchen hauchdünn
und durchsichtig sind. Auch bei grösseren Formveränderungen
des Zahnes sind unpräparierte Veneers nicht geeignet.
Kritiker sagen, dass bei der Behandlung
oft ein wulstiger Übergang zwischen Zahn und Veneer am Zahnfleischrand
entsteht. Stimmt das?
Nein, dann war ein schlechter Techniker am Werk. Denn unpräparierte
Veneers sind
auslaufend. Es gibt keine Übergänge, wenn man es richtig macht.
Wo sehen Sie die wesentlichen Vorteile
von unpräparierten Veneers?
Einer der Vorteile liegt sicherlich im absolut schonenden Verfahren.
Man muss den Schmelz kaum antasten, weil man kleben kann. Am Schmelz
und am Zahn selbst wird also nur minimal gearbeitet. Dadurch ist die
Behandlung praktisch schmerzfrei.
Wann setzt man idealerweise unpräparierte
Veneers,
wann Veneers ein?
Wenn man die Zahnstellung korrigieren möchte und dadurch Kanten
abschleifen muss, dann setzt man Veneers ein. Oder wenn der eine Zahn
länger ist als der nebenan, und man das korrigieren möchte.
Dasselbe gilt für stark verfärbte Zähne, die man mit den
durchsichtigen dünnen Plättchen nicht abdecken kann. Unpräparierte
Veneers sind geeignet, wenn man minimale Farb- und Formkorrekturen
vornehmen will.
Gibt es spezielle Risiken bei der Behandlung?
Nein, eigentlich nicht. Es besteht einzig die Gefahr von Bruchstellen
wie bei jeder Behandlung mit Keramik. Auch bei Veneers oder bei Kronen
kann Keramik absplittern. Das betrifft aber vor allem Leute, die in der
Nacht mit den Zähnen knirschen. Diese sollten unbedingt eine Schutzschiene
tragen.
Wie lange halten unpräparierte
Veneers ?
Unpräparierte Veneers halten in der Regel einige Jahre. Man verwendet
diese Technik übrigens
schon seit über zehn Jahren. Aber erst in den letzten Jahren wurde
es richtig populär.