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ArchivKategorienZahnkariesGewichtsbezogen besteht Zahnschmelz zu rund 95% aus kristallinem Material (Apatitkristalle aus Kalzium und Phosphat), zu 1% aus Proteinen (Eiweiss) und zu etwa 4% aus Wasser. Er ist für wasserlösliche Stoffe geringfügig durchlässig, u.a. seine wichtigen Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid, aber auch für Säuren. Beim Durchbruch eines Zahnes in der Mundhöhle ist der Schmelz anfälliger für chemische Einwirkungen. Nach einer Phase der Reifung entwickelt er eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Säuren. Schmelz besitzt keine Schmerzsensoren. Was sich auf und im Zahnschmelz abspielt, wird nicht direkt wahrgenommen. Dentin (Zahnbein) besteht zu 70% aus Mineralien, zu 20% aus Proteinen und zu 10% aus Wasser. Das Dentin ist von kleinsten Kanälchen durchsetzt, die von Zellfortsätzen durchwachsen sind. Diese sind auf Berührung, Temperaturschwankungen, chemische Einwirkungen (süss/sauer) empfindlich und leiten diese Reize an die Nervenfasern des Zahnmarks weiter. Ein Schaden am Zahn verursacht erst Schmerzen, wenn er das Dentin erreicht hat. Von der Wurzelspitze bis in die Krone läuft ein enger Kanal, der vom Zahnmark aufgefülltist. Dieses besteht aus verschiedenen Zelltypen und Bindegewebe und wird von Blutgefässen und Nervenfasern versorgt, die von der Kanalöffnung an der Wurzelspitze in den Kanal eindringen. In der Mundhöhle wo es warm und feucht ist, leben immer Mikroorganismen (Bakterien und Fadenpilze), deren Hauptnahrung aus Zucker und anderen Stoffen in Speiseresten besteht. Ein Teil dieser Mikroorganismen bildet einen klebrig-zähen Belag auf den Zähnen: die Plaque. Die Plaque-Bakterien haben eine typischen Stoffwechsel: sie nehmen vor allem Zucker auf und vergären ihn innerhalb weniger Minuten zu Säure. Diese Säuren dringen in den Schmelz ein und greifen die Apatitkristalle an. Mit der Zeit erscheint der Zahnschmelz an dieser Stelle kreidig weiss: man spricht vom Kreidefleck (Whitespot), dem esten Anzeichen von Zahnkaries. Beim Kreidefleck ist die Zahnoberfläche noch intakt. Bricht jedoch diese entkalkte, aufgeweichte Oberfläche schiesslich ein, ist das „Loch“, der Kariesschaden, entstanden. Ungefähr in diesem Zeitpunkt wird auch das Dentin angegriffen. Dieses wird einerseits entkalkt, vor allem aber dringen Bakterien durch die Kanälchen des Dentins gegen das Zahnmark (Nerv) vor. Mit fortschreitender Dentinkaries können Bakterien auch ins Blut und andere Organe des Körpers eindringen.
Lichtmikroskopische Aufnahme von dünnen Zahnschichten im Bereich der Kaufläche; 01.09.2011 von zzg in Allgemein |
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